Einführung

Die Göhrde-Morde zählen zu den spektakulärsten, unaufgeklärten Mordfällen, der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Sommer 1989 werden zwei Paare, ein Ehepaar und ein Liebespaar, kurz hintereinander, in der Göhrde, einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete Norddeutschlands, brutal ermordet.

Die Ermittlungsbehörden richten sofort eine Sonderkommission ein, arbeiten mit Hochdruck, in der Spitze mit 50 Beamten, an der Aufklärung der Verbrechen und werden durch die Öffentlichkeit mit einer Vielzahl an Hinweisen unterstützt. Trotz der mittlerweile rund 2.300 Hinweisen, die bei der Kriminalpolizei Lüneburg bis heute eingingen und verfolgt wurden, ist es den Ermittlungsbehörden nicht gelungen, die schrecklichen Verbrechen aufzuklären.

Im Laufe der vergangenen 28 Jahre haben sich zahlreiche Theorien und Hypothesen rund um den Tatablauf und die Motive des Täters verfestigt. Die Bewohner in der Region der Göhrde sind bis heute davon überzeugt, dass es sich bei den Verbrechen um einen Auftragsmord in Verbindung mit einer Verwechselungstat handelte. Diese Einschätzung sowie zahlreiche weitere Theorien sind aufgrund der Rechercheergebnisse, die ich in der geplanten Buchveröffentlichung vorstellen werde, nicht mehr aufrechtzuerhalten.